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(WG, XWG, Fit to Fat, Feederism)Kapitel 1: Neu an der Fulsom Universität

Catherine Wallace saß im Fond des Taxis und starrte aus dem Fenster, während die Straßen an ihr vorbeiglitten und die Umrisse der Fulsom Universität immer deutlicher wurden. Es war ein großes Areal mit roten Backsteingebäuden und einigen neueren, weißen, modern wirkenden Bauten, die sich zwischen alten Bäumen und gepflegten Rasenflächen erhoben. Sie war neunzehn, stand am Anfang ihres ersten Semesters und hatte bewusst den Studiengang Betriebswirtschaftslehre gewählt, obwohl sie ihn innerlich als trocken und ein wenig langweilig empfand. Catherine war verdammt ehrgeizig, besaß eine willensstarke Art und wusste sich zu behaupten, und genau deshalb hatte sie sich dafür entschieden. Führungspersönlichkeiten studierten so etwas, dachte sie, und sie wollte eine werden, oder zumindest so wirken, als wäre sie eine. Auch wenn sie persönlich nicht viel Interesse dafür hegte, war Cat so gestrickt das sie einfach das beste Sprungbrett in einen einflussreichen und gut bezahlten Job wollte. Dazu kam das Sportstipendium, das sie sich hart erarbeitet hatte. Sie war eine sehr gute Leichtathletin, speziell im Staffellauf, und das Team der Fulsom Uni erwartete sie bereits. Auch im Sport war sie ziemlich ehrgeizig, um nicht zu sagen verbissen, und die Vorstellung, in den nächsten Jahren für die Uni zu laufen, erfüllte Catherine mit einer gewissen Zufriedenheit. Bereits jetzt malte sie sich die Erfolge aus, welche sie an der Uni erreichen würde und den Respekt den andere ihr gegenüber zwangsläufig aufbringen mussten.

Das Taxi hielt vor dem Hauptgebäude. Der Fahrer half ihr, die vielen Taschen und Koffer aus dem Kofferraum zu heben, und dann stand sie da, umgeben von ihrem gesamten Hab und Gut, und atmete einmal tief durch.

„Okay, Cat“, murmelte sie zu sich selbst, „jetzt wird’s ernst.“ Sie packte die schweren Koffer mit Rollen in beide Hände, hängte sich zwei Taschen über die Schultern und auf ihrem Rücken befand sich der gewaltige, steingraue Berghaus Rucksack, welcher fast so groß war wie ihr ganzer Torso. Zusätzlich hingen eine Laptoptasche und eine große Handtasche um ihren schmalen Hals. Tapfer begann die routinierte Sportlerin, die sich keiner Herausforderung scheute, den Aufstieg der Treppe zum Eingang. Der Weg zur Anmeldung war nicht weit, aber mit dem ganzen Gepäck fühlte er sich trotzdem endlos an. Drinnen im Foyer war es relativ ruhig, nur ein paar andere Erstsemester standen herum und warteten. An der Theke begrüßte sie eine ältere Frau mit einem freundlichen Lächeln.

„Name, Schätzchen?“

„Catherine Wallace.“, sagte Cat, der zwar die Muskeln in den Armen und den Schultern schmerzten aber deren Stimme kein bisschen außer Atem klang.

Die Frau tippte etwas in den Computer, nickte und reichte ihr einen Schlüsselbund und einen Zettel. „Zimmer 214 im Westflügel des Wohnheims. Deine Mitbewohnerin ist schon da. Separates Schlafzimmer, geteilte Küche und Bad. Hier ist der Lageplan. Du hast ja sicher wie alle ein Smartphone und schon die Fulsom-App für alle Infos zum Stundenplan und anstehenden Schulvorhaben, ja?“ „Ja klar, ich bin da schon angemeldet.“, meinte Cat und nahm Schlüssel und Plan entgegen. „Sehr schön! Viel Spaß und Erfolg hier an der Fulsom, Schätzchen.“

Catherine bedankte sich, steckte alles ein und machte sich erneut auf den Weg. Diesmal musste sie quer über den Campus laufen.

Die Sonne schien warm auf den Asphalt, und der Geruch von frisch gemähtem Rasen lag in der Luft. Cat zog die Koffer hinter sich her, die Rollen quietschten leise, und zwischendurch musste sie stehen bleiben, um die Taschen neu über ihren schmalen Schultern zu positionieren.

Sie war hier, um zu gewinnen, im Studium und auf der Bahn, und ein paar schwere Koffer würden sie nicht aufhalten. Nicht am ersten tag und auch sonst nicht. Catherine war jemand der Strapazen, Ärger und Hindernisse immer schon perfekt in neue Motivation, um nicht zu sagen grimmigen Stoizismus verwandeln konnte. Sie genoss den Schweiß, das Zerren des Gepäcks an ihren Schultern und spürte das routinierte Arbeiten ihrer hochtrainierten, unermüdlichen Beinmuskeln. Dabei brannte die Sonne so herrlich auf sie herab und sie arbeitete sich breit grinsend mit kleinen, spitzen Zähnen über den Campus.

Endlich erreichte Cat das Wohnheim, ein dreistöckiges Gebäude aus demselben roten Backstein wie die meisten anderen. Sie stand schließlich vor der Tür mit der Nummer 214. Der Schlüssel drehte sich leicht im Schloss, und sie trat ein. Der gemeinsame Wohnbereich war schlicht, aber sauber: eine kleine Küche mit Herd und Kühlschrank, ein Esstisch, ein Sofa und zwei Türen, die zu den Schlafzimmern führten. Die Einrichtung wirkte moderner als Cat erwartet hatte. Eine der Türen war geschlossen. An ihr klebten drei Aufkleber, welche vermutlich von Cats neuer Mitbewohnerin stammten. Ein Pride-Aufkleber mit dem bekannten Regenbogenmotiv, einer mit der Aufschrift: Draußen bleiben, es sei denn du hast Pizza dabei und als drittes ein kleiner Sticker mit einer Birne, auf der eine Krone saß. Catherine betrachtete alles einen Moment und ihr Blick verweilte etwas länger auf der Pride-Flagge. Sie gluckste und grinste schief.

„Praktisch. Mal sehen was da so geht.“

Sie öffnete danach die andere Tür und fand ihr eigenes Zimmer: ein Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank und ein Fenster mit Blick auf den Innenhof. Unspektakulär aber in Ordnung und sauber. Cat wuchtete fluchend ihr ganzes Gepäck hinein und begann auszupacken.

Nachdem das Nötigste in den Schränken verstaut war, legte Cat die letzten Sachen beiseite und ging ins Bad, um sich weiter umzuschauen. Dort hingen an einer Stange zwei Handtücher mit Star-Wars-Motiven, und auf dem Waschbeckenrand stand ein Kulturbeutel mit Marvel-Logos. Sie musste unwillkürlich lächeln.

„Ein Nerd also.“, dachte sie. „Irgendwie niedlich. Hätte schlimmer kommen können.“

Nachdem Catherine ihr Zimmer soweit eingerichtet hatte, dass es für die junge Frau bewohnbar wirkte, griff sie nach ihrem Badetuch und den Duschutensilien. Der Tag war lang gewesen, und sie fühlte sich schmutzig und ziemlich verschwitzt vom Schleppen.

Sie schloss die Badezimmertür, drehte das Wasser auf und wartete, bis es richtig heiß war. Dampf begann, den kleinen Raum zu füllen. Cat streifte ihre Kleidung ab und trat unter den Strahl in der gläsernen Kabine. Das heiße Wasser prasselte auf ihre Schultern und lief in dünnen Rinnsalen über ihren schlanken Körper. Ihre blonden Haare mit den rot gefärbten Spitzen klebten nass an ihrem Nacken und Rücken, und sie warf den Kopf zurück, um das hübsche Gesicht dem Wasser auszusetzen. Die Wärme entspannte die Muskeln, die vom Tragen noch strapaziert waren.

Cat nahm das Duschgel und verteilte es langsam über ihren gebräunten, schlanken Körper. Die Hände glitten über die flache Bauchpartie, dann weiter nach unten zu den kräftigen Beinen, die von jahrelangem Training geformt waren. Die Waden und Oberschenkel fühlten sich fest an unter ihren Fingern. Als sie sich umdrehte und den Rücken dem Wasser zuwandte, spürte sie, wie die Tropfen über die Rundung ihres Hinterns liefen, der etwas voller und knackiger war als der Rest ihres schmalen Körpers. Ein hübsches Überbleibsel von Weiblichkeit, welches sich nicht den Diäten und harten Training geschlagen gegeben hatte.

Cat ließ die Hände dort entlangwandern, massierte die Haut und genoss das Gefühl der Wärme, die tief in die Muskeln eindrang. Vorne glitten ihre Finger über die kleinen Brüste, deren empfindliche Spitzen sich unter dem heißen Wasser und der leichten Berührung deutlich zusammenzogen. Piercings befanden sich an beiden Nippeln der dezenten A-Körbchen. Sie drehte sich wieder um und ließ das Wasser länger über die Brust laufen, spürte, wie die Hitze die Haut rötete und ein angenehmes Prickeln an den kleinen Titten hinterließ. Cat schloss die Augen und atmete tief durch. Der Dampf umhüllte sie, der Geruch des Duschgels mischte sich mit der Feuchtigkeit, und für einen Moment war da nur das Rauschen des Wassers und das Gefühl auf ihrer Haut. Für sie hatte heißes Duschen immer schon etwas meditatives gehabt. Eine Angewohnheit übernommen von dem langem, stillen Duschen nach harten Wettkämpfen, um sich den Stress abzuwaschen. Sie wusch sich gründlich, von den Haaren bis zu den Füßen, und blieb noch ein wenig länger unter dem Strahl stehen, einfach weil es so guttat.

Als Cat das Wasser abstellte, tropfte es von ihren Haaren und ihrem Körper auf den Fliesenboden. Sie griff nach dem Handtuch und trocknete sich ab, erst die Haare, dann den Rest. Anschließend warf sie sich ihren mitgebrachten, weißen Bademantel über. Die Haare ließ sie offen und zerzaust, sie sollten an der Luft trocknen.

Barfuß ging sie in die Küche, nachdem sie kurz ihre schmutzige Wäsche in ihr Zimmer gebracht hatte. Der Kühlschrank brummte leise, als sie die Tür neugierig öffnete. Überrascht stellte Catherine fest das er prall gefüllt war und zudem mit allerhand Süßkram und Deftigem. Ins Auge fiel ihr außerdem eine große Auflaufform, abgedeckt mit Alufolie und einem Zettel darauf.

Cat nahm ihn und las: „Hey, willkommen, wer auch immer du bist. Bin mit meinem Auto noch in der Stadt. Hab die Lasagne zur Begrüßung gemacht. Guten Appetit!“

Cat lächelte und dachte: „Das ist ja richtig nett.“

Sie holte einen Teller und eine Gabel, schnitt sich eine ordentliche Portion ab und wärmte ihn in der Mikrowelle auf. Dann setzte sie sich an den kleinen Tisch. Der erste Bissen war heiß und cremig, und Cat merkte erst jetzt, wie hungrig sie tatsächlich war. Ohne lange nachzudenken, aß sie die Portion auf und tat sich gleich die Nächste auf. Und dann noch eine. Drei Portionen insgesamt, und als Cat fertig war, fühlte sich ihr Bauch angenehm voll und gespannt an.

Sie lehnte sich zurück, legte eine Hand auf den Bademantel und strich langsam über die harte, runde Wölbung. Es war ein gutes Gefühl, satt zu sein und hier zu sitzen, allein und selbstbestimmt.

„Das hätte ich zu Hause nie gemacht.“, dachte sie und grinste. Zu Hause hatte es praktisch nie etwas Süßes gegeben, und auch so große Portionen waren eher die Ausnahme gewesen. Hier konnte sie essen, was und so viel sie wollte. Catherines Eltern und ihr ganzer Haushalt waren ziemlich streng und hart gewesen. Natürlich spielte das auf den ersten Blick gut zusammen mit Cats eigener zielgerichteter und ehrgeiziger Persönlichkeit zusammen, aber sie hätte sich doch öfter etwas Genuss und Belohnung erhofft. Jetzt konnte sie endlich selbst über so etwas bestimmen.

Mit dem vollen Bauch ging Cat zurück in ihr Zimmer, und warf sich aufs Bett. Die Matratze federte ein wenig nach, und sie streckte sich aus, die Beine angewinkelt, eine Hand immer noch leicht auf dem Bauch. Aus einer ihrer Taschen neben dem Bett fischte sie die Packung Gummibärchen heraus, die sie für den Notfall mitgenommen hatte. Sie öffnete sie und steckte sich ein paar davon in den Mund, während sie ihr Smartphone entsperrte. Die Süße explodierte auf der Zunge, und sie seufzte zufrieden. Endlich allein, endlich selbstbestimmt, endlich auf dem College. Sie scrollte durch die Nachrichten, antwortete auf ein paar Glückwünsche von Freunden und legte das Handy dann neben sich. Die Gummibärchen wanderte weiter in ihren Mund, einer nach dem anderen, und sie lag nur da, im Bademantel, die Haare noch feucht und zerzaust, den Bauch voll und glücklich, und genoss den Moment.

Draußen begann es bereits zu dämmern, und das Licht im Zimmer wurde weicher. Cat griff wieder nach dem Handy und öffnete eine Playlist, legte die Musik leise auf und schloss die Augen. Die Melodie füllte den Raum, und sie dachte an den morgigen Tag, an die ersten Vorlesungen, an das Training mit dem Staffelteam. Sie war bereit und hungrig auf mehr von dem, was kommen würde. Cat wollte wissen was das Leben für sie bereithielt und ihm dann zeigen, wo der Hammer hing.

Sie rollte sich auf die Seite, das Smartphone noch in der Hand, und tippte eine kurze Nachricht an ihre Mutter: „Bin angekommen. Zimmer ist okay. Mitbewohnerin scheint nett. Bis bald.“ Hier gab es niemanden, der ihr sagte, sie solle aufhören oder dies oder jenes tun. Hier war sie Cat Wallace, Studentin, Sportlerin, und sie machte ihre eigenen Regeln.

Anschließend scrollte sie durch Instagram während draußen irgendwelche anderen Studenten lachten und umherriefen.

Die Packung Gummibärchen war inzwischen schon halb leer, aber das störte Cat nicht. Sie liebte Zucker so verdammt abgöttisch und hätte jetzt auch zehn Packungen leergefressen, wenn man sie ihr nur hingehalten hätte. Ihr Sport hatte ihr bisher immer einen perfekten Körper beschert und sie glaubte nicht das sich das jetzt an der Uni ändern würde, auch wenn sie mehr oder ungesünder aß. Im Gegenteil hatte Catherine großes mit dem Leichtathletik-Team vor und konnte ein paar Extrakalorien sicher gebrauchen. Sie streckte entspannt die Beine aus. Morgen würde sie endlich die Laufbahn sehen, die Umkleiden und die anderen Läuferinnen. Nicht zu vergessen ihre Mitbewohnerin, welche hoffentlich heute Abend noch kommen würde. Cat freute sich auf alles, was jetzt auf sie zukam.

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