Times change 2 (Deutsch/Reward) (Patreon)
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(WG, XWG, BBW, SSBBW, Slow burn)
Miles saß am Steuer seines neuen SUVs und ließ den Blick über die vertraute Straßenlandschaft gleiten, während er von der Arbeit nach Hause fuhr. Das Fahrzeug war erst seit wenigen Wochen sein eigenes und fühlte sich immer noch ein wenig ungewohnt an, doch es symbolisierte für ihn den greifbaren Erfolg, den er sich nach dem Studium erarbeitet hatte. Zwar war er kein Autofanatiker und wollte damit auch nicht angeben, aber er verspürte eine gewisse Genugtuung dabei, sich endlich von seinem eigenen Geld schöne Dinge kaufen zu können.
Miles hatte relativ schnell eine Anstellung als Architekt in einem der größeren Bauunternehmen seiner Heimatstadt gefunden und freute sich jeden Tag aufs Neue darüber, endlich wieder hier zu wohnen und nach den unsicheren Jahren des Studiums finanziell so solide aufgestellt zu sein. Zwar war das hier keine Weltstadt, aber es war auch nicht gerade Hinterland. Für sein Unternehmen gab es genug zu tun, dass Miles überzeugt war, dass er mit diesem Job auf unbestimmte Zeit einen guten und sicheren Platz hatte. Die Projekte, an denen er mitarbeitete, forderten ihn, gaben ihm das Gefühl von Bedeutung und ließen ihn abends mit einer gewissen Zufriedenheit nach Hause kommen. Nur eine Beziehung würde ihm jetzt noch fehlen, um alles wirklich perfekt zu machen. Er dachte nicht in übertriebenen Bildern oder großen romantischen Fantasien, sondern einfach an jemanden, mit dem er die Abende teilen konnte, jemanden, der die Wohnung nicht nur füllte, sondern sie auch wärmer machte. Andererseits musste er zugeben, dass seine Vorstellungen doch hin und wieder in kitschige Versionen von der einen großen Liebe abdrifteten, insbesondere wenn er mal wieder an Erin dachte.
Bevor er endgültig nach Hause fuhr, bog er in die Einfahrt einer Tankstelle und hielt an einer der freien Säulen. Der Tank war nicht kritisch leer, doch er wollte die Gelegenheit nutzen und später nicht noch einmal anhalten müssen.
Während die Zapfpistole klickte und das Benzin in den Tank floss, ließ Miles den Blick beiläufig über den Hof schweifen. An der benachbarten Säule stand ein anderes Auto, und aus diesem stiegen gerade zwei Personen aus. Der Mann ging direkt zu seiner eigenen Zapfsäule, während die Frau schon einmal in Richtung des kleinen Ladens der Tankstelle loslief. Miles beobachtete vor allem sie. Sie war eher klein und untersetzt gebaut, mit fülligen Brüsten und einem großen, weichen Hintern, die beide beim Gehen deutlich wackelten und hüpften. Ihre blonden Haare fielen ihr über die Schultern und bewegten sich im Takt ihrer Schritte. Sofort und ohne, dass er es steuern konnte, musste Miles mit einer plötzlichen Sehnsucht an Erin zurückdenken. Die Ähnlichkeit lag nicht in ihrem Gesicht, sondern in dem ziemlich ähnlichen Körpertyp und der Art, wie die Frau sich bewegte.
Miles lachte kopfschüttelnd und zwang sich wegzusehen und sich auf das Tanken zu konzentrieren. Was war nur in letzter Zeit mit ihm los? Es war ja beinahe schon so als ob er besessen wäre. An jeder Ecke und bei jeder Gelegenheit übermannten ihn Erinnerungen und Sehnsucht nach Erin. Fühlte er sich so einsam in seinem Leben? Füllte ihn alles andere, wie Hobbies, Freunde und die Arbeit so wenig aus, dass er an nichts anderes denken konnte. Dazu kam noch etwas anderes, das Miles nicht leugnen konnte. Er stand immer schon auf dickere Frauen, sogar richtig extrem fette und übergewichtige Mädchen. Auf der Uni hatte keine Beziehung, die er gehabt hatte oder irgendwelche Spielereien oder One-Night-Stands ihn befriedigen können, denn keine Frau war wirklich sein Typ gewesen. Bisher war Miles noch nie offen damit umgegangen und hatte sich auch vor Kontakten mit dickeren Frauen durch das Internet gescheut. Ihm fehlte es ganz stark, wenigstens einmal im Leben weiches, weibliches Fett zu fühlen, saftige Speckrollen zu kneten und mit einer Frau zusammen zu sein, welche genau seinen Vorstellungen entsprach. Dehnstreifen, Hintern und Schenkel mit ordentlich Zellulite, große, hängende aber dennoch pralle, fette Titten zu greifen, einen schweren Hängebauch zu heben – das volle Programm. Es verlangte Miles danach endlich mal dieser Neigung, die er, seit er denken konnte hatte, nachzugeben und das zu spüren auf das er wirklich stand.
Als die blonde Frau aus dem Laden zurückkam, hatte sie zwei Dosen Cola in den Händen und ein Eis, das sie genüsslich aß, während sie zu ihrem Partner zurückging. Miles sah zu, wie die beiden sich küssten, kurz und vertraut, bevor sie ins Auto stiegen und davonfuhren. Der Mann hatte seine Hand auf den fetten, in enge Jeans gezwängten Arsch seiner Partnerin gelegt und liebevoll etwas zugekniffen.
Ein merkwürdiges, schwer zu benennendes Gefühl legte sich über Miles, während er die Zapfpistole zurückhängte, den Tankdeckel schloss und zum Gebäude der Tankstelle ging. Er bezahlte, stieg wieder in seinen Wagen und fuhr nachdenklich los. Auf dem restlichen Weg nach Hause kreisten seine Gedanken um das, was er gerade gesehen hatte, und um das, was ihm selbst fehlte. Er hatte erreicht, was er im Leben gewollt hatte. Mit so jungen Jahren verdiente er bereits richtig gutes Geld, lebte in einer Wohnung, die ihm gehörte, und konnte sich Dinge leisten, von denen er früher nur geträumt hatte. Und doch hatte er niemanden, mit dem er das alles Teilen konnte. Natürlich hätte er in Clubs und Kneipen Ausschau nach passenden Frauen halten oder Dating-Apps benutzen können, auch gerne solche, die seine Vorliebe für dickere Frauen bedienten. Er wusste jedoch bereits, dass ihn das nicht glücklich machen würde, denn seine Gedanken würden immer wieder zu dieser einen Frau zurückkehren. Auch wenn er sich einmal trauen würde, zu seiner Vorliebe zu fetten Frauen zu stehen, wollte er nur jemand ganz bestimmtes: Erin.
Zu Hause angekommen, parkte Miles den SUV in der Tiefgarage, nahm die Tasche mit den Unterlagen aus dem Büro und fuhr mit dem Aufzug hoch. Die Wohnung empfing ihn mit der üblichen Stille, die er sonst schätzte und die ihm an diesem Abend plötzlich etwas zu schwer erschien. Er legte die Tasche ab, zog die Schuhe aus und ließ sich auf die Couch sinken. Das Handy lag greifbar nahe, und nachdem er eine Weile nur ins Leere gestarrt hatte, öffnete er Instagram und suchte nach Erins Profil. Er hatte es über die Jahre hinweg bewusst vermieden, doch diesmal tippte er den Namen endlich ein. Das Profil erschien, und er scrollte langsam durch die Bilder. Viele davon waren älter und stammten scheinbar aus der Zeit vor der Uni. Aus der Studienzeit selbst gab es praktisch nichts Nennenswertes zu sehen. Trotzdem war er sich mit jedem neuen Lächeln, das ihm entgegenschien, sicherer, dass er tatsächlich in diese Frau verliebt war. Anders konnte er es sich nicht erklären, dass jemand über Jahre immer wieder in seinem Kopf herumspukte und ihm immer wieder diese Anflüge von Melancholie bei jeder noch so kleinen Gelegenheit gab.
Die Art, wie Erin in die Kamera blickte, die leichte Schiefe ihrer Brille auf manchen Aufnahmen, die unverstellte Freude in ihren Augen – all das wirkte auf ihn wie ein direkter Draht in die Vergangenheit und gleichzeitig wie etwas, das noch immer lebendig war. Seufzend lehnte sich Miles auf der Couch zurück und starrte an die Decke. Vermutlich projizierte er viel zu viel in diese ganzen Erinnerungen an Erin hinein. Jeder andere würde einfach sein Leben leben und glücklich werden auf neuen Wegen. Wie lange hatte er die blonde Frau jetzt schon nicht mehr gesehen oder gesprochen? Fünf Jahre? Oder eher sechs? Er senkte den Blick wieder auf seinen Handybildschirm und scrolle zum oberen Ende ihrer kompletten Timeline.
Er blieb bei den drei neuesten Bildern hängen und betrachtete sie genauer. Das erste zeigte eine Torte, auf der mit Tortenguss die Worte „Alles Gute zum Ende des Studiums“ geschrieben standen. Das zweite war eine Aufnahme des Hauses ihrer Eltern, begleitet von der Unterschrift „Nach so langer Zeit wieder zurück in der Heimat. Gekommen um zu bleiben.“ Für Miles war deutlich zu erkennen das es sich wirklich um besagtes Haus handelte. Oft war er dort zu Besuch gewesen. Unfassbar wie unbedarft Erin und er als Kinder gewesen waren, wenn er überlegte, dass er jetzt vermutlich glücklich sterben könnte, wenn er nur einmal Erins wunderschönen Hintern berühren dürfte oder ihre süßen Lippen küssen.
Das dritte Foto zeigte Erin zusammen mit ihrer Mutter, die Miles noch aus früheren Jahren kannte. Beide strahlten in die Kamera, und hinter ihnen war eine Haustür zu sehen, vor der etliche Umzugskartons standen. Miles spürte, wie sich etwas in seiner Brust zusammenzog und gleichzeitig wurden seine Hände etwas schwitzig vor Aufregung. Er war begeistert davon, wie Erin aussah. Ihre Haare waren jetzt glatt und viel länger als früher, aber immer noch genauso blond und fielen weich über ihre Schultern. Man sah beide Frauen nur von der Brust aufwärts, doch es schien, als hätte Erin etwas zugenommen. Es war schwer zu sagen wie viel genau, aber sie sah verdammt heiß aus. Miles hätte es für unmöglich gehalten das er noch mehr Verlangen nach seiner alten Freundin verspüren konnte aber genau das passierte gerade. Ihre Arme wirkten fleischiger und der Busen war schön groß und üppig. Erin trug ein schwarzes Kleid und die Haut, die man sehen konnte, sah so zart, hell und weich aus.
Zwar war er kein Sherlock Holmes, aber es bedurfte auch keines außergewöhnlich großen Gehirns zu erkennen was das alles zu bedeuten hatte. Miles kombinierte die Bilder und die Unterschriften und kam zu dem Schluss, dass sie nach dem Studium wieder in ihre Heimatstadt gezogen war, genau wie er selbst. Dazu schien sie zugenommen zu haben und in seinen Augen noch hübscher geworden zu sein. Zumindest das, war keine Schlussfolgerung, sondern klar auf den Bildern zu erkennen.
Er konnte es kaum fassen und spürte, wie sein Herz schneller schlug vor einem Glück, das er lange nicht mehr so klar empfunden hatte. Die Entfernung, die Jahre, die unausgesprochenen Worte – all das schien plötzlich viel weniger unüberwindbar, weil das Leben sie erneut so nah zusammengebracht hatte wie fast in ihrer Kindheit. Miles entschied sich, die Gelegenheit zu nutzen, die sich ihm hier bot, und tippte eine Nachricht. Zwar zögerte er vor dem Abschicken und fürchtete das er entweder zu locker nach so langer Zeit oder doch zu distanziert formuliert hatte aber im Grunde war es doch völlig egal. Was sollte schon passieren? Warum hatte er denn überhaupt so lange gewartet? „Hi, Erin. Ich weiß es ist verdammt lange her, aber ich wollte mich einfach mal wieder melden. Warum nicht, oder? Ich hab dich bei Insta gesehen. Bist du wieder nach Mapleton gezogen? Ich war auch verdammt lang weg aber ich hab jetzt einen Job hier bei Summit Corp. Wie geht’s dir?“
Vielleicht war es zu viel für einen erste Nachricht nach einigen Jahren, aber jetzt war es getan. Miles blickte auf den Chat und schluckte als plötzlich, viel schneller als er es erwartet hätte, die drei bekannten Punkte am unteren Rand erschienen. Erin hatte seine Nachricht schon gelesen und schreibt bereits zurück. Wie ein nervöser Schuljunge vor dem ersten Date wartete Miles auf die Antwort.„Oh mein Gott! Wie geht’s dir Miles? Ich freu mich das du wieder hier bist! Bei mir alles super! Hättest du Lust mal was zu machen?“